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9. Januar 2006

Langstreckenmeisterschaft erfolgreich in den Medien

Das Jahr 2005 neigt sich dem Ende und beschließt eine Saison der Rekorde. Eine deutliche Steigerung ist 2005 bei der TV-Berichterstattung zu verzeichnen. Die Berichterstattung auf dem Nachrichtensender n-tv, im Premiere Motorsport-Magazin, der DSF-Reportage „Grüne Hölle“ und die Zweitverwertung in unterschiedlichen Ballungszentren-TV-Sendern (tv.nrw, rheinmain tv, erfurt tv, uvm.) summierte sich auf 78 Stunden und 41 Minuten. Die Anzahl der Zuseher lag bei 17,37 Millionen, davon 11,54 Millionen alleine im Free-TV. Mit diesen Traumquoten wurden die Zahlen aus dem Vorjahr, 45 Minuten Sendedauer bei 1,1 Millionen Zuschauern, um ein Vielfaches getoppt.

Ein ähnliches Bild bietet sich bei der Betrachtung der Medienanalyse in den Print-Medien. 843 Veröffentlichungen in insgesamt 93 Tages-, Fach- und Publikumszeitschriften führten zu einer Gesamtauflage von 29.571.039. Die Steigerung von 4.696.788 Millionen gegenüber dem Vorjahr entspricht 18,9 Prozent.

Im Schnitt nahmen 160,8 Fahrzeuge die Rennen auf - eine Steigerung von 8,9 Fahrzeugen gegenüber dem Vorjahr. Gestiegen ist auch das Interesse der Zuschauer vor Ort, denn durchschnittlich besuchten 26.600 Fans die Rennen der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft - im Schnitt 2.100 mehr als 2004.
Quelle: www.vln.de



23. Dezember 2005

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

Hallihallo Allerseits,

das Jahr 2005 geht leider genauso hektisch zuende wie es angefangen hat. Momentan stecken wir beim Brüsseler FIA-Büro noch mitten in den Nachwehen unseres Umzugs und sind zugleich schon wieder voll in den Vorbereitungen für das Jahr 2006! Umso mehr freue ich mich daher auf ein paar ruhige Tage in der Eifel!

Zeit zum Weihnachtskarten schreiben hab ich bislang noch nicht gefunden und werds leider wohl auch nicht mehr schaffen. Daher möchte ich Euch allen auf diesem Wege von ganzem Herzen ein gesegnetes, friedliches Weihnachtsfest und einen guten "Rutsch" ins neue Jahr wünschen.

Eure
Gaby Roosen



25. Oktober 2005

Die BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft im Fernsehen

DSF Interview Achtung, unbedingt vormerken: Das DSF zeigt am 11. November 2005 von 18-18.30 Uhr einen halbstündigen Bericht über die BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft 2005. Auch das Team Airnergy wird dort zu sehen sein. Die Dreharbeiten dazu fanden am vergangenen Samstag statt.

Wer die Erstausstrahlung verpasst, kann sich die Sendung am 15. November (21.45-22.15 Uhr) bzw. 16. November (18-18.30 Uhr) anschauen.




22. Oktober 2005

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt...

Hat ein Auge für Details: Dima Popow Zunächst mal ein Nachtrag zu meinem letzten Rennbericht. Die schlechte Nachricht: "Wurzel" hat den Unfall beim letzten Rennen nicht überlebt; die Schäden sind so gravierend, dass eine Reparatur keinen Sinn mehr macht. Die gute Nachricht: der BMW 325i wird für die nächste Saison auf Rohkarosse wieder aufgebaut. :-)

Tja, da hatte ich Euch letztes Mal noch geschrieben, dass die Saison wohl für mich vorbei ist.... und nun bin ich doch wieder gefahren. Kurzfristig ergab sich die Möglichkeit auf dem BMW 318is des Teams Airnergy zu starten. Und so nahm ich den vorletzten Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft zusammen mit Frank Bierther und Johannes Reuter in Angriff.

Im freien Training am Freitag nachmittag hatte ich erstmals Gelegenheit zwei Runden mit dem 318is zu fahren. Es regnete – wie die Engländer so schön sagen – „cats and dogs“ und die Strecke war verflixt rutschig. Also nicht gerade ideale Bedingungen, um sich auf ein neues Fahrzeug einzuschießen...

Gaby Roosen Das Zeittraining am Samstag morgen war ebenso verregnet und ich war froh, dass ich am Vortag schon mal zwei Runden probiert hatte, wie das Fahrzeug im Nassen reagiert. Frank Bierther ging als erstes für zwei Runden auf die Strecke, dann übernahm ich den 318is für zwei Runden. *Grins* ich hatte einen Heidenspaß!!! Ich habe ja einen recht weichen und runden Fahrstil und der ist für dieses Wetter genau das Richtige. Außerdem fühlte ich mich mit jedem Kilometer wohler im Auto. Nach der obligatorischen „Guckrunde“ blieb die Uhr nach der zweiten Runde bei 12.39 Min. stehen, was letztendlich auch unsere Trainingsbestzeit war.

Frank Bierther fuhr den Startturn des 4-Stunden-Rennens und schien sich wie der sprichwörtliche „Fisch im Wasser“ zu fühlen. Innerhalb von zwei Runden fuhr er vom neunten Startplatz auf die vierte Position vor. Klasse gemacht!!! ... Aber, was soll ich Euch sagen, irgendwie ist der Wurm drin in diesem Jahr. Schon in Runde vier kam das Aus: Mit einem Getriebeschaden mussten wir den 318is in der Box abstellen :-(( Dieser Ausfall tut mir vor allen Dingen für Johannes Reuter leid, der mit diesem Lauf eigentlich seine C-Lizenz erreichen wollte. Ich drück ihm ganz fest die Daumen, dass es doch noch irgendwie funktioniert, damit er wie geplant im nächsten Jahr das 24h-Rennen in Angriff nehmen kann.

Tja, mit diesem Lauf geht eine abwechselungs- und erlebnisreiche Saison zu Ende. Nach drei Läufen in den letzten vier Wochen freue ich mich jetzt erstmal auf ein paar ruhige Tage. Dann werde ich auch hoffentlich endlich Zeit finden, diese Website mal fertig zu stellen ;-) Jaaa, und Ende November geht es ja schon wieder mit der Essener Motorshow weiter, wo ich sicherlich den ein oder anderen von Euch wiedertreffen werde!

Also, bis denne!
Gaby



8. Oktober 2005

Vorzeitiges Saisonende

Am vergangenen Samstag ist die Saison 2005 im wahrsten Sinne des Wortes mit einem lauten „Knall“ zu Ende gegangen.

In der zweiten Runde zum achten Lauf der BFGoodrich-Meisterschaft wurde mein Teamkollege Christian Kautz in der ultra-schnellen Linkskurve im Streckenabschnitt „Kesselchen“ von einem anderen Teilnehmer aus unserer Klasse unsanft in die Leitplanken befördert. Diese Kurve wird mit unserem Fahrzeug im fünften Gang voll gefahren; der Einschlag war dementsprechend heftig. Gott sei Dank ist Christian nichts passiert!!! Das Fahrzeug – teamintern liebevoll „Wurzel“ genannt – hat den Unfall leider nicht unversehrt überstanden. Damit ist die Saison für uns beendet. Und wahrscheinlich war’s das auch mit „Wurzel“ :-(( Genaueres werden die Airnergy-Jungs aber erst in ein paar Tagen sagen können, wenn der Wagen auf der Richtbank war.

Zeitnahme: Silke Münch hat alles im Griff Der Tag fing schon bescheiden an: das Zeittraining musste immer wieder wegen Nebels verschoben werden. Selbst als es dann um 9.40 Uhr endlich losging, gab es an einigen Stellen immer noch Nebelbänke und die Strecke war an vielen Stellen nass und verflixt rutschig.

Uns war klar, dass die Rundenzeiten erst gegen Ende des auf 75 Minuten verkürzten Qualifyings fallen würden und ließen es daher ruhig angehen. Christian und ich fuhren auf Intermediates gemütlich unsere Pflichtrunden, dann setzte Thomas Mundorf für zwei Runden auf Slicks zur Schlussattacke an. Mit einer für die schwierigen Streckenverhältnisse guten Zeit von 10.18,027 Min. fanden wir uns auf dem fünften Startplatz wieder. Für ein Vier-Stunden-Rennen eigentlich eine gute Ausgangsposition. Na ja, dachten wir jedenfalls. Dass das Rennen - und damit auch die Saison 2005 - schon nach eineinhalb Runden für uns vorbei sein sollte, ahnten wir zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht…



24. September 2005

Ein Satz mit X

Vielleicht lag es an der Tatsache, dass das Zeittraining eine halbe Stunde früher anfing als gewöhnlich, oder daran, dass ich mich ja „nur“ auf einer Aufwärmrunde befand... jedenfalls, so richtig bei der Sache war ich wohl am Samstag morgen noch nicht, sonst wäre mir der nasse Asphalt in der leichten Links im Kesselchen wohl aufgefallen. War er aber dummerweise nicht, und eh ich mich versah, rutschte ich schon seitlich in die Leitplanken. Oh Mann, ich hätte mich ohrfeigen können; so was Peinliches ist mir in meinem ganzen Rennfahrerleben noch nie passiert! Am liebsten hätte ich mich in ein gaaaaanz grosses Mauseloch verkrochen...   :-((

Seufz, aber nützt ja nix. Also per Funk meinen Fauxpas an die Box gemeldet und mich langsam auf den Rückweg gemacht. Da war es nur ein schwacher Trost, dass ich nicht die Einzige war, die sich von dem ansonsten trockenen Asphalt hatte einlullen lassen: das Training musste nur zwei Minuten nach meinem Unfall mit der roten Flagge abgebrochen werden, weil drei weitere Fahrzeuge besagter nasser Stelle zum Opfer gefallen waren und die Strecke blockierten.

Unfallschaden hinten rechts An der Box angekommen, fingen die Jungs vom Team Airnergy Motorsport sofort mit der Reparatur an. Karosseriemäßig hatte nur das hintere rechte Seitenteil was abbekommen (klickt mal auf das Foto rechts), aber bei genauerem Hinsehen stellte sich raus, dass einige Fahrwerksteile beschädigt waren. Damit war das Training für uns beendet. An dieser Stelle ein ganz dickes Dankeschön an die Airnergy-Truppe, allen voran Torsten Schubert, Jochen Bachmeier und Jörg Ockenfels, die den BMW 325i bis zur Startaufstellung wieder „auf die Räder“ stellten.

Start der dritten Gruppe Ohne Trainingszeit mussten wir uns beim Start zu dem über 3,5 Stunden dauernden Rennen ganz hinten in der dritten Startgruppe anstellen. Mein Teamkollege Christian Kautz zeigte eine fulminante Aufholjagd. Vom 15. und letzten Platz in unserer Klasse V4 kämpfte er sich in nur sieben Runden auf Platz vier vor und fuhr trotz der zahlreichen Überholmanöver noch eine Rundenzeit von 10.10 Minuten. Kompliment! Weniger schön war allerdings die Tatsache, dass der Tank schon nach sieben Runden leer war – wo wir doch normalerweise neun Runden fahren können. Anscheinend war bei meinem Unfall doch mehr zu Bruch gegangen als gedacht...    :-(

So kam Christian schon nach sieben Runden zum Nachtanken an die Box und übergab das Fahrzeug an meinen Teamkollegen Thomas Mundorf. Obwohl der die letzten drei Rennen nicht gefahren war, war er sofort wieder flott unterwegs und fuhr schon in seiner dritten Runde eine 10.12 Min.! Aber von da an lief irgendwie alles schief. Denn just in dem Moment, wo wir alle an der Box Hoffnung schöpften, dass dieser Tag trotz meines Fehlers im Zeittraining noch mit einem guten Rennergebnis enden könnte, tauchte Thomas unerwartet an der Box auf. Ein Tankband auf der linken Seite hatte sich gelöst und hing wild hin- und herschlagend unterm Auto. Bis das Problem gelöst und Thomas das Rennen wieder aufnehmen konnte, waren wir leider auf den neunten Platz zurückgefallen. Da wir bei diesem außerplanmäßigen Boxenstop auch nachgetankt hatten, erwarteten wir Thomas eigentlich frühestens in sieben Runden wieder an der Box zurück. Als er dann nach fünf Runden plötzlich wieder „vor der Tür“ stand (der Funk hatte nicht funktioniert), war ich noch gar nicht fertig. Es vergingen sicherlich 15 oder 20 Sekunden bis ich den Helm samt HANS übergestreift hatte und im Laufschritt Richtung Auto eilte. Bevor ich einstieg, gab Thomas mir noch die Warnung mit auf den Weg, dass das Heck in schnellen Kurven recht nervös war und leicht ausbrach. Uih, das konnte ja gemütlich werden...  :-(

Airnergy BMW Auf den ersten Metern fühlte sich der Wagen noch ganz okay an, aber schon bald merkte ich, was Thomas meinte. Hinzu kamen ganz fürchterliche Geräusche, so als ob gleich sämtliche Radlager ihren Geist aufgeben würden. In meiner zweiten Runde wurden die Geräusche so arg, dass ich Tempo raus nahm und für einen Sicherheitscheck an die Box fuhr. Wir waren eh schon auf den zehnten Platz zurückgefallen und einen weiteren Crash wollte ich nun wirklich nicht riskieren!! Nach einem kurzen Stopp fuhr ich wieder raus auf die Strecke. Allerdings nur für eine Runde, dann war das Rennen beendet. Eigentlich erstaunlich, dass wir trotz der vier Boxenstops noch auf dem zehnten Platz einliefen.

Bis zum nächsten Rennen müssen wir jetzt mal schauen, was genau alles zu Bruch gegangen ist. Am 8. Oktober geht es übrigens wieder über die Distanz von vier Stunden. Und dann findet hoffentlich auch das Zeittraining nicht mehr ganz so früh statt...  ;-)



21. September 2005

Vorschau: 7. VLN-Lauf

Am kommenden Samstag findet der siebte Lauf der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft statt. Aufgrund eines Rahmenrennens der Youngtimer-Serie weicht der Zeitplan vom üblichen Schema ab: das Training beginnt ausnahmsweise schon um 8 Uhr (bis 9.30 Uhr), der Start zum Rennen erfolgt um 11.45 Uhr. Zudem ist der Lauf mit nur 3,5 Stunden das kürzeste Rennen des Jahres.

Mein Teamkollege Christian Kautz und ich freuen uns ganz besonders, dass Thomas Mundorf am Samstag wieder dabei ist. Zuletzt musste er ja dreimal aus beruflichen bzw. gesundheitlichen Gründen pausieren. Nach dem technisch bedingten Ausfall beim letzten Rennen (defekter Getriebesimmering) möchten wir diesmal unbedingt ins Ziel kommen.

Wie immer freuen wir uns über jede Unterstützung!!! Ihr seid daher wieder herzlich eingeladen, uns in Box 25 zu besuchen!!!



20. September 2005

Airnergy-Atemgeräte in der VLN-Edition

Airnergy-Atemgerät in der VLN-EditionAufgrund der hohen Nachfrage seitens der Teilnehmer der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft nach den Airnergy-Atemgeräten, bringt das Unternehmen aus Hennef jetzt eine exklusive VLN-Edition von 50 Geräten auf den Markt.

Die Geräte können beim nächsten Rennen auch vor Ort an der "Airnergy-Tankstelle" im Fahrerlager oberhalb der NGK-Schikane getestet werden.




30. August 2005

Balbir Singh verstärkt Airnergy-Langstreckenteam


Balbir Singh Balbir Singh wechselt die Fronten. Der langjährige Physiotherapeut des siebenfachen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher verstärkt ab sofort das Airnergy-Team in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft.

Singh ist als Airnergy-Botschafter für die Harmonie und das Wohlbefinden des Teams verantwortlich. Im Rahmen des Türkei Grand Prix gab der zurückhaltende Inder seinen Rückzug aus dem Formel-1-Zirkus bekannt, um sich verstärkt neuen Aufgaben und seiner Familie zu widmen.



27. August 2005

6h-Rennen: Früher Ausfall durch Getriebeschaden


Das 6h-Rennen, Saisonhighlight der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft, machte seinem Namen alle Ehre: Eine Rekordkulisse von 40.000 Zuschauer säumte am vergangenen Samstag die 24,4 Kilometer lange Kombination aus Nürburgring-Sprintkurs und Nordschleife. Und auch das Starterfeld ließ sich sehen: 227 Teams hatten genannt - und damit mehr als beim diesjährigen 24h-Rennen! Auch unsere Klasse V4 war mit 18 Startern mehr als gut besetzt und wir freuten uns auf ein spannendes Rennen. Leider kam es nicht dazu. Aber der Reihe nach:

Ulli Andree,Christian Kautz, Gaby Roosen Am Donnerstag vor dem Rennen musste mein Teamkollege Thomas Mundorf leider aus beruflichen Gründen absagen. Als Ersatz kam der erfahrene Langstreckenpilot Ulli Andree ins Team, der im freien Training für drei Runden den BMW 325i übernahm und auch gleich mit Zeiten von 10.14 Min. aufhorchen ließ. So waren mein Teamkollege Christian Kautz und ich recht optimistisch für das Rennen am Samstag.

Im Zeittraining am nächsten Morgen dann die Ernüchterung: Christian meldete schon in seiner ersten Trainingsrunde per Funk eine rutschende Kupplung! Die Airnergy-Mannschaft machte einen undichten Getriebe-Simmerring als Übeltäter aus. Da die Reparatur einige Zeit in Anspruch nehmen würde, war das Zeittraining für uns beendet. Mit einer Zeit von 12.49 Min. fanden wir uns ganz am Ende des riesigen Starterfeldes wieder.

GetriebeproblemeAber ein Sechs-Stunden-Rennen ist lang! Und so ließ sich Christian, der den Startturn fuhr, auch nicht unterkriegen und machte sich daran, dass Feld im wahrsten Sinne des Wortes von hinten aufzurollen. Nur leider machte uns der Getriebe-Simmerring einen Strich durch die Rechnung: In Runde vier rutschte die Kupplung wieder so stark, dass Christian die Box ansteuern und wir aufgeben mussten. Wirklich schade. Denn wenn man sich die Rundenzeiten der Erstplatzierten so anschaut, dann wäre ein Platz auf dem Podium trotz des starken Teilnehmerfeldes durchaus machbar gewesen.

Jetzt freue ich mich aber schon wieder auf den nächsten Lauf am 24. September 2005. Dann gehe ich wieder gemeinsam mit Christian Kautz und Thomas Mundorf an den Start.



16. July 2005

Wechselbad der Gefühle


Auf den VLN-Lauf am vergangenen Wochenende schaue ich mit gemischten Gefühlen zurück.

Im Training zunächst mal der Hammer: in meiner ersten und einzigen Trainingsrunde fuhr ich eine Zeit von 10.02 Min. und verbesserte damit die gerade mal zwei Wochen alte Bestzeit auf diesem Auto von Sebastian Stahl um einige Zehntel. Ich war total baff; so eine Zeit hatte ich mir selbst gar nicht zugetraut! Trotz dieser guten Zeit reichte es in der Klasse V4 aber dennoch nur für den 3. Startplatz.

StartphaseDa Christian und ich das 4h-Rennen alleine fahren mussten (Thomas fiel aufgrund eines Bänderabrisses am rechten Fuß aus), sollte ich zwei Turns fahren. Bei dem warmen Wetter verdammt schwierig; zumal es in unserem Fahrzeug schon bei normalen Außentemperaturen verflixt warm wird. Hinzu kamen sehr viele Unfälle und Gelbphasen, die einen immer wieder aus dem Rhythmus gebracht haben. Und dazu noch sicherlich an die 50°C im Cockpit.... Ich war froh, als ich nach neun Runden auf Platz drei liegend zum Fahrerwechsel an die Box und damit endlich an die frische Luft kam.

Christian fuhr dann ebenfalls neun Runden und konnte sich auf den zweiten Platz vorarbeiten. Vor ihm lag nur noch der BMW M3 E30 von Jörg Wiskirchen / Oliver Schmidt, von denen wir aber wussten, dass sie gegen Ende des Rennens noch mal einen kurzen Tankstopp einlegen mussten...

Für die letzten fünf Runden mussten wir dann nur sehr wenig tanken und hatten dementsprechend wenig Zeit für den Fahrerwechsel. Den hatten wir aber am Freitag abend ausgiebig geübt und wussten, dass wir das selbst mit Trinkflasche, Funk etc in gut 20 Sekunden schaffen würden. Durch unseren kurzen Stopp ging ich mit ein paar Sekunden Vorsprung vor dem Drittplatzierten Thomas Schmid im Mercedes 190E wieder auf die Strecke. In den darauf folgenden zwei Runden haben wir uns einen spannenden Zweikampf geliefert: auf der Geraden war sein Mercedes schneller, unser BMW dafür beim Anbremsen und in den Kurven besser. Die Führung wechselte immer wieder.

Sprung am Pflanzgarten Dann, drei Runden vor Schluss, hat es das serienmäßige ABS-System unseres Autos auf den Bodenwellen in der Anbremszone der Hohenrain-Schikane (das ist die vor Start und Ziel) ausgehebelt. Keine Ahnung, was da genau passiert ist, aber auf dem letzten Stück verzögerte der Wagen nicht so wie sonst und viel zu schnell bin ich in die Rechtskurve rein. Kann natürlich nicht gut gehen und so landete ich links in der Leitplanke :-( Ich konnte zwar weiter fahren, aber an einen Kampf um die Spitze war nicht mehr zu denken. Ich war froh, dass wir noch den vierten Platz (von 14 Startern) retten konnten.

Mein Team nahm’s mit Gelassenheit nach dem Motto: "wo gehobelt wird, da fallen Späne", aber so ganz kann ich mich dem nicht anschließen. Ich fahre seit 1998 auf der Nordschleife und habe noch nie ein Auto durch einen Fahrfehler (und das war es wohl auch, obwohl ich immer noch nicht verstehe, was da eigentlich schief gelaufen ist, weil ich nichts anders gemacht habe als sonst auch) raus gehauen. Zum Glück haben wir jetzt erstmal eine sechswöchige Sommerpause; genug Zeit also, um die Schäden am Auto zu reparieren und mich von dem Schrecken zu erholen.



2. July 2005

Kautz/Roosen/Stahl knapp am Klassensieg vorbei


Beim vierten Lauf zur VLN lief es endlich mal wieder nach meinem Geschmack. Nach den Reifenproblemen beim zweiten Lauf und Thomas' unverschuldetem Unfall beim dritten Lauf konnten wir uns dieses Mal den zweiten Platz in der Klasse V4 sichern. Dabei hätte es sogar fast zum Klassensieg gereicht.

Airnergy-BMW 325iAm Freitag konnte ich dem BMW 325i endlich mal für mehrere Runden am Stück so richtig die Sporen geben. Bei den ersten beiden VLN-Läufen (s.o.) habe ich ja inklusive der freien Trainings am Freitag insgesamt nur zehn Runden fahren können. Und das z.T. noch unter roten Flaggen bzw. auf feuchter Strecke. Und beim 24h-Rennen fährt man eigentlich auch nicht am Limit, da das Auto ja 24 Stunden lang halten soll. Mit anderen Worten: ich hatte immer noch keine Ahnung, wie schnell ich mit dem Airnergy-BMW sein würde. Als die Uhr dann am Freitag in der dritten Runde bei 10.10 min. stehen blieb, war ich doch erleichtert. Mit der Zeit brauche ich mich in der Klasse V4 nicht zu verstecken.

Das Zeittraining am Samstag morgen lief dagegen leider für uns harzig. Nach der guten Leistung vom Freitag wurde ich als erste auf die Strecke geschickt. Leider gab es schon in Hatzenbach einen schweren Unfall mit doppelt geschwenkt gelben Flaggen. Ich musste dementsprechend Tempo rausnehmen und konnte die Runde abhaken. Am Ende reichte es nur für eine Rundenzeit von 10.21 min. Danach ging Christian Kautz auf die Strecke, erwischte aber auch keine freie Runde. Und als dann Sebastian Stahl endlich auf die Strecke ging, fing es prompt an zu regnen. Das war's dann. Mit der 10.21 min. fanden wir uns nur auf dem siebten Startplatz wieder :-(

Airnergy-BMW 325i Der Regen ließ erst kurz vor Start des Rennens nach. Wir entschieden uns für Intermediates. Dies sollte sich als goldrichtig erweisen. Unser Startfahrer Christian konnte auf abtrocknender Strecke einige Plätze gutmachen, und das trotz eines Totalausfalls der Scheibenwischeranlage!!! Dann machten wir allerdings den entscheidenden Fehler: die Konkurrenz wechselte schon nach vier Runden auf Slicks, wir erst in der sechsten Runde. In diesen zwei Runden verlor Christian zwar keine Plätze, aber doch immerhin 40 Sekunden auf den Führenden. Und beim Reifenwechsel klemmte dann auch noch eine Radmutter ....grmpf.

Siegerehrung Dann übernahm Sebastian Stahl - seines Zeichens Meister im Seat Leon Cup - das Steuer. Er fuhr einen tollen Turn, verbesserte den Rundenrekord auf unserem Auto auf sagenhafte 10:03,173 min. und schob sich auf den zweiten Rang vor. Da er eine Runde länger draußen blieb als das führende Duo Küpper/Koch lagen wir sogar eine Runde lang auf Rang 1. Als ich dann das Auto übernommen hatte, fanden wir uns allerdings durch unseren Boxenstop wieder auf Rang zwei wieder. In meiner zweiten Runde konnte ich meine persönliche Bestzeit noch auf 10.09 min verbessern - dann kam der Regen. Erst im Bereich Flugplatz, später dann auch auf der GP-Strecke und dann auch noch das ganze Stück von der Hohen Acht bis zum Pflanzgarten. Nicht sehr angenehm auf Slicks und immer noch ohne funktionierendem Scheibenwischer.... Am liebsten wäre ich zum Reifenwechsel an die Box gekommen, aber solang der Führende nicht wechselte, musste ich ebenfalls draußen bleiben. Ich war zugegebenermaßen erleichtert, als die Rennleitung aus Sicherheitsgründen das Rennen vorzeitig abbrach. So blieb es bei unserem zweiten Platz.

Beim nächsten Rennen am 16. Juli wird mein Teamkollege Thomas Mundorf voraussichtlich wieder nicht am Start sein können. Nachdem er sich vor einer Woche am linken Handgelenk verletzt hatte, kam Freitag abend noch per SMS die Nachricht, dass sich der Pechvogel bei einem Sturz von der Treppe nun auch noch den rechten Fuß verletzt hat.... An dieser Stelle gute Besserung!!! Da Sebastian Stahl am 16. Juli das Seat Cup-Rennen am Norisring bestreitet, werden Christian und ich wohl das nächste Rennen alleine fahren müssen.

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